Gedenken an Jorge Gomondai

Am 6. April 1991 starb in Dresden der 28jährige Mosambikaner Jorge João Gomondai infolge eines brutalen rassistischen Überfalls. Am Ostersonntag fand ihn eine Straßenbahnfahrerin gegen 4 Uhr blutüberströmt auf der Straße in der Nähe des damaligen Platzes der Einheit (heute Albertplatz). Einige Tage später erlag er im Krankenhaus seinen Verletzungen. (mehr…)

Verhandlungen 27./ 29.3.2012

Am 27.3.2012 wurde die Verhandlung um die Tötung von André K. fortgesetzt. Weiterhin schweigen drei der sechs Angeklagten. Der Prozesstag 29.3. entfiel aufgrund der Erkrankung einer Schöffin. Inzwischen wurden 5 neue Verhandlungstage angesetzt. (mehr…)

3. Workshop: Formen der Erinnerung an Opfer rechter Gewalt

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus der Stadt Leipzig findet der 3. Workshop zum Thema Erinnerung an Opfer rechter Gewalt statt. Termin: Mittwoch, 21.3.2012, 17:00 – 20:00 Uhr, Ort: Neues Rathaus, Martin-Luther-Ring 4 – 6, Raum 270. (mehr…)

Ein ausgelöschtes Leben

Artikel zum gewaltsamen Tod von André K. von Michael Kraske: Nicht mal ein Foto ist von André K. geblieben. Als hätte es ihn nie gegeben. Das Wartehäuschen am Südbahnhof im kleinen Oschatz mitten in Sachsen, wo sich der 50-Jährige am Abend des 26. Mai schlafen gelegt hatte, ist neu gestrichen. (mehr…)

Fortsetzung des Prozesses – Mögliches rechtes Tatmotiv kommt zur Sprache

Am 6.3.2012 wurde am Leipziger Landgericht der Prozess gegen sechs Männer, die wegen der Tötung von Andre K. bzw. unterlassener Hilfeleistung angeklagt sind, fortgeführt. Den beiden Geständnissen am vorigen Verhandlungstag ( 24.2.) folgte nun eine weitere Einlassung. (mehr…)

5. Prozesstag und eigentlicher Prozessauftakt gegen die mutmaßlichen Mörder von Andre K.

Am 24.2.12 fand am Landgericht in Leipzig der Prozess gegen sechs Männer, denen Totschlag bzw. unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen wird, seine Fortsetzung. Fünf von ihnen sollen am 25.5.2011 in Oschatz den wohnungslosen André K. mit Tritten und Schlägen so schwer verletzt haben, dass dieser wenige Tage später verstarb. Der sechste soll sich in der Nähe des Tatortes befunden und weder eingegriffen noch im Nachhinein die Polizei verständigt haben. Seit dem Prozessauftakt am 6.12.11 hatten so genannte „Schiebetermine“ stattgefunden, in denen nicht unmmittelbar den Tathergang betreffende Fragen abgearbeitet wurden. (mehr…)

Zum bundesweiten Gedenktag: Anerkennung aller Todesopfer rechtsextremer Gewalt!

(publikative.org, 23.2.2012) Mit der Anerkennung der zehn Opfer des NSU hat die Bundesregierung ihre Statistik der Todesopfer rechtsextremer Gewalt auf 58 erhöht. Erneut wurde jedoch die Chance verpasst, die offizielle Zahl der von Neonazis Ermordeten zu überprüfen. (mehr…)

Anerkennung von zwei weiteren Todesopfern rechter Gewalt – Diskrepanz zwischen Zahlen bleibt

Das sächsische Innenministerium hat die Zahlen der Opfer, die seit 1990 in Sachsen durch rechts motivierte Gewalt zu Tode gekommen sind, überprüft und korrigiert. Demnach werden nun auch Patrick Thürmer (getötet 1999 während einer Schlägerei zwischen Neonazis und Punks in Hohenstein-Ernstthal, Tatmotiv: Hass auf politische Gegner) und Achmeld Bachir (erstochen 1996 im Zuge eines Übergriffes auf den Gemüseladen in Leipzig, in dem er arbeitete, Tatmotiv: Rassismus). (mehr…)

Kamal offiziell als Opfer rechter Gewalt anerkannt

Am 20.2. hat der Tagesspiegel bekannt gemacht, dass Kamal Kilade (ermordet am 24.10.2010 in Leipzig) Eingang in die offizielle Statistik politisch motivierter Kriminalität gefunden hat. Mit den zehn bestätigten Opfern der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ wächst damit die Zahl der offiziell anerkannten Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 auf 58. Es bleibt eine Differenz von 90 zur Statistik, die von JournalistInnen von Zeit und Tagesspiegel geführt wird.
Für die Familie von Kamal ist dieses Anerkenntnis ein seichtes Trostpflaster. Ihr Sohn, Bruder und Freund wird nicht zurückkehren. Solang rechte Gewalt derartige Blüten treibt, kann kein Frieden mit den gesellschaftlichen Zuständen geschlossen werden.

„Akt der Peinlichkeit“

Keine Straße für Marwa Al-Sherbini. CDU verhindert im Dresdner Stadtrat Ehrung der ermordeten Ägypterin. Bürgermeister will weitere Möglichkeiten prüfen (mehr…)