Verurteilter Haupttäter im Fall Kamal K. legt Revision ein – BGH prüft Urteil

Der wegen Mordes an einem Iraker in Leipzig verurteilte 33-Jährige hat Revision eingelegt. Er war am vorigen Freitag vom Landgericht zu 13 Jahren Gefängnis mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Sein Verteidiger habe zu Wochenanfang per Fax Revision eingelegt, sagte Gerichtssprecher Hans Jagenlauf am 13.7.2011.

Die Verteidigung hatte eine Verurteilung wegen Körperverletzung mit Todesfolge gefordert, ohne ein konkretes Strafmaß zu nennen. Nach Eingang der schriftlichen Urteilsbegründung muss der jeweilige Beschwerdeführer detailliert darlegen, wogegen sich die Revision konkret richtet. Das Urteil wird vom Bundesgerichtshof geprüft.

Der 33-Jährige hatte im Oktober vorigen Jahres einen 19-jährigen Iraker niedergestochen, nachdem sein 29 Jahre alter Mittäter eine Schlägerei angezettelt hatte. Nach dem Urteil des Gerichts war Ausländerhass das Motiv. Laut Jagenlauf haben die Staatsanwaltschaft und der zweite Verurteilte bisher keine Revision eingelegt. Der 29-Jährige hatte drei Jahre Haft bekommen, die er wegen seiner Alkoholsucht im Maßregelvollzug verbüßen soll. Die Frist für das Einlegen der Revision läuft noch bis zum 15. Juli