Film „Wer Gewalt sät… Von Brandstiftern und Biedermännern“

Der Initiativkreis lädt im Rahmen der Kampagne „Rassismus tötet!“ zu Film & Diskussion ein: Mittwoch, 20.6. 20:00 Uhr im Fischladen, Wolfgang-Heinze-Straße 22, Leipzig

Die rassistischen Pogrome in den frühen 90er Jahren waren Ausdruck der innenpolitischen Stimmung der neugegründeten deutschen Republik. Das “Wir sind das Volk” schloss nur “Biodeutsche” ein – nicht aber einst Eingewanderte und schon gar nicht Flüchtlinge. Ein Beispiel: Von den Menschen, die wegen des Jugoslawienkrieges flohen, sprach die Presse von einer „Asylantenschwemme“ und später von „Scheinasylanten“. Zwischen dem brandschatzenden Mob auf der Straße, den Medien und der Politik verschwommen die Argumentationsgrenzen.

Die Kampagne „Rassismus Tötet“ will mit Veranstaltungen, Demonstrationen und Interventionen die aktuelle Abschottungspolitik mit den Ereignissen verbinden, die den Weg dafür geebnet haben.

Auch in Leipzig beteiligt sich der “Initiativkreis Antirassismus” an der Kampagne und machte letzte Woche mit einer Kundgebung auf das Thema Rassismus aufmerksam.

Am Mittwoch den 20.6.2012 um 20Uhr im Fischladen (Wolfgang-Heinze-Straße 22) geht es mit der Kampagne in Leipzig weiter. Dort wollen wir euch den Film “Wer Gewalt sät… Von Brandstiftern und Biedermännern” zeigen.
Die Dokumentation von Gert Monheim bietet eine minutiöse Analyse der Eskalation von Unmut und Gewalt gegenüber Flüchtlingen in Rostock-Lichtenhagen; ein Lehrstück über die politischen Hintergründe, das auch jenseits der konkreten Ereignisse von 1992 aktuell ist.

http://rassismus-toetet.de/