Archiv für Oktober 2017

Leipziger Rede 2017

Der traurige Anlass der Leipziger Rede ist der mittlerweile siebte Todestag des in Leipzig ermordeten Kamal K. Der junge Kamal wurde das Opfer zweier Neonazis, die ihn in der Nähe des Leipziger Hauptbahnhofes in der Nacht zum 24.10.2010 mit mehreren Messerstichen ermordeten. Kamal musste sterben, weil er nicht in das rassistische Weltbild seiner Täter passte.

In Leipzig ist Kamal K. somit das achte Todesopfer rechtsmotivierter Gewalt seit 1990. Des Weiteren gibt es zwei Verdachtsfälle. Leipzig liegt damit bundesweit hinter Berlin und Lübeck an zweiter Stelle rechts-motivierter Morde.

Die mediale Präsenz von rassistisch motivierten Übergriffen auf Asylsuchende und deren Unterkünfte hat zwar scheinbar nachgelassen, doch sind diese in Leipzig und Sachsen nach wie vor Alltag. Kann man also von Leipzig als einer „weltoffenen und toleranten“ Stadt sprechen?

Wie sieht es damit in der Realität aus? Vor allem wie sieht es damit aus, wenn man nicht in das vermeintliche Bild einer deutschen Mehrheitsgesellschaft passt?

Um diese Frage näher zu beleuchten, möchten wir eben diejenigen zu Wort kommen lassen, die ihre ganz eigenen Erfahrungen mit Rassismus machen mussten.

Wir laden an diesem Abend Personen der Leipziger Politik, des öffentlichen Lebens sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Kunst und Kultur ein. Aber dieser Abend steht auch allen Schülerinnen und Schülern und Studierenden offen, die sich mit dieser Thematik näher auseinandersetzen möchten.

Dienstag, den 24.10.2017
Beginn 19:00 Uhr | Einlass ab 18:30 Uhr
„Bläser-Saal“ der Hochschule für Musik und Theater
Grassistraße 1 | 04107 Leipzig

Gefördert vom Bundesprojekt „Demokratie leben!“.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.